Studium und Lehre in Zeiten von Corona

Die Coronavirus-Pandemie hat weitreichende Folgen für Studium, Lehre und Prüfungen.
Die Informationen auf dieser Seite gelten grundsätzlich für die gesamte JGU.

In den Staatsexamensstudiengängen können übergeordnete Regelungen dazu führen, dass einzelne Ausnahmeregelungen nicht gelten.

// letzte Aktualisierung 3. Juni 2022 //



Was gilt rechtlich in der aktuellen Situation?

Grundsätzlich gelten auch unter den Bedingungen der Coronavirus-Pandemie bestehende rechtliche Bestimmungen weiter, also insbesondere die Prüfungsordnungen und die Einschreibeordnung. Diese Bestimmungen werden dabei in einer angemessenen Weise auf die jeweilige Situation hin auszulegt.

Prüfungsordnungen und Corona-Satzung

Grundsätzlich ist für die Anwendung der Prüfungsordnung der Prüfungsausschuss zuständig; die JGU versucht jedoch im Interesse der Studierenden, wichtige Regelungen JGU-weit zu vereinheitlichen. JGU-weite Regelungen, die zusätzlich oder abweichend von den Prüfungsordnungen und der Einschreibeordnung gelten, wurden in der Corona-Satzung der JGU getroffen.

Einzelfallentscheidungen

Sofern keine pauschalen Regelungen getroffen werden können, sondern Einzelfallentscheidungen notwendig sind, ist grundsätzlich darauf hinzuwirken, dass Ermessenspielräume, die in der Prüfungsordnung eröffnet werden, genutzt und nach einheitlichen und transparenten Kriterien im maximalen Interesse der Studierenden angewendet werden, ohne dass sich hieraus rechtliche Verstöße, insbesondere eine Verletzung des Prinzips der Chancengleichheit ergeben.

Regelstudienzeit

Für Studierende, die im SoSe 2020, WiSe 2020/21, SoSe 2021 oder WiSe 2021/22 an einer rheinland-pfälzischen Hochschule eingeschrieben und nicht beurlaubt waren, wird die individuelle Regelstudienzeit um das betreffende oder die betreffenden Semester verlängert. Nicht erfasst von dieser Regelung sind die Staatsexamens-Studiengänge – hier wird die Regelstudienzeit durch bundesrechtliche Regelungen festgelegt. Der Wissenschaftsminister wird sich auf Bundesebene dafür einsetzen, diese Erhöhung auch für Staatsexamens-Studiengänge umzusetzen.

>>> Landesverordnung über die Verlängerung der individuellen Regelstudienzeit vom 14. Februar 2022

// Seitenanfang


Workload bei digitalen Lehrformaten

Im Fall von digitalen Lehrformaten darf der Workload nicht höher sein als bei entsprechenden Präsenzveranstaltungen.

Die besonderen Regelungen zur Teilnahme bei digitalen Lehrformaten werden seit dem Sommersemester 2020 in der Corona-Satzung geregelt.

// Seitenanfang


Prüfungen im Sommersemester

Für die besonderen Rahmenbedingungen, unter denen der Lehr- und Studienbetrieb während der Corona-Pandemie stattfinden muss, wurden in der „Corona-Satzung“ Regelungen getroffen. Die Regelungen wurden bis 30.09.2022 verlängert.

Allgemeine Informationen zu den Corona-Regelungen an der JGU finden Sie auch stets unter: https://corona.uni-mainz.de/

 

Formate und Dauer von Studien- und Prüfungsleistungen, Bearbeitungszeiten

Unter den Bedingungen der Corona-Pandemie können ggf. auch im Sommersemester 2022 nicht alle Prüfungsformate so durchgeführt werden, wie sie in der Prüfungsordnung festgelegt sind. Abweichungen von den Formaten und der Dauer für Studien- und Prüfungsleistungen werden den Studierenden von den Lehrenden mit Zustimmung des zuständigen Prüfungsausschusses in der Regel spätestens vier Wochen vor dem Prüfungstermin bekannt gegeben.

In besonderen Fällen, insbesondere aufgrund der erschwerten Betreuungssituation für Studierende mit Kindern oder pflegebedürftigen Angehörigen während der Corona-Pandemie, der Zugehörigkeit zu Risikogruppen oder aufgrund schwieriger Rahmenbedingungen (z.B. beschränkter Zugang zur Bibliothek) kann die Bearbeitungszeit von Hausarbeiten, Abschlussarbeiten oder vergleichbaren schriftlichen Prüfungsleistungen oder eines vergleichbaren Prüfungsformats verlängert werden.

Liegt eine Vielzahl vergleichbarer Fälle vor, kann die Verlängerung auch von Amts wegen erfolgen.

Wenn Studierende nicht an einer Präsenzprüfung teilnehmen können, z.B. wegen der Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe, weil sie mit Angehörigen von Risikogruppen in einem Haushalt leben oder weil sie kein Visum für die Einreise nach Deutschland erhalten können, können sie beim Prüfungsausschuss eine Erbringung gleichwertiger Studien- und Prüfungsleistungen in anderer Form bzw. einem anderen Prüfungsformat beantragen; entsprechende Nachweise sind erforderlich. Je nach Fall kommt statt des Ablegens der
Prüfung in einer anderen Form auch das Ablegen der Prüfung in einem gesonderten Raum in Betracht.

 

Praktika

Praktika können in Präsenz stattfinden. Auf Abstand kann unter Einhaltung der Maskenpflicht verzichtet werden.

 

Prüfungen, Referate und Präsentationen via Videokonferenz

Mündliche Prüfungen können per Videokonferenz durchgeführt werden, wenn keiner der Beteiligten widerspricht. Die Studierenden werden von den Fachbereichen und Hochschulen über die technischen und organisatorischen Rahmenbedingungen informiert. Für den Fall einer technischen Störung muss gewährleistet werden, dass dem Prüfling keine Nachteile entstehen; ausgenommen davon sind Täuschungsversuche.

 

Take-Home-Prüfungen

Alternativ zu Präsenzklausuren können Take-Home-Prüfungen eingesetzt werden. Dabei erhalten die Studierenden die Aufgaben z.B. per E-Mail oder über ein Lernraummanagementsystem. Da die Prüfung ohne Aufsicht absolviert wird, können Hilfsmittel zugelassen werden; sie müssen aber angegeben werden. Analog zu einer Hausarbeit versichern die Studierenden bei der Abgabe, die Prüfungsleistung selbständig erbracht zu haben. Für den Fall einer technischen Störung muss gewährleistet werden, dass dem Prüfling keine Nachteile entstehen; ausgenommen davon sind Täuschungsversuche.

Ausführliche Informationen finden Sie auf den Seiten zur Digitaler Lehre.

 

Fristen, Abmeldungen von Prüfungen

Folgende Fristen sind bis zum 30.9.2022 ausgesetzt (Corona-Satzung der JGU):

  • Meldung zu Wiederholungsprüfungen bzw. Wiederholungsfristen
  • Meldung zur Bachelor- oder Masterarbeit
  • Erfüllung von Auflagen, die bei der Zulassung zum Studium erteilt wurden.

Studierende, die ohne Vorliegen des Bachelorabschlusses einen Masterstudiengang aufgenommen haben, haben bis zum Ende des zweiten Fachsemesters des Masterstudiengangs Zeit, den Bachelorabschluss nachzureichen. Für Studierende, die ihr Studium zum WiSe 2021/22 begonnen haben, und sich im SoSe 2022 somit im zweiten Fachsemester befinden, wurde die Frist bis zum 30.09.2022 verlängert.

Aufgrund der besonderen Rahmenbedingungen im wird den Studierenden die Möglichkeit eingeräumt, sich bis zu 48 Stunden vor dem Prüfungstermin abzumelden. Dies gilt auch für Wiederholungsprüfungen. Nach diesem Zeitpunkt gelten die üblichen Rücktrittsregelungen der Prüfungsordnungen, wonach ein Rücktritt nur aus triftigen Gründen möglich ist.

// Seitenanfang


Zusätzlicher Wiederholungsversuch

Für Prüfungen, die im Sommersemester 2020, Wintersemester 2020/21, Sommersemester 2021 oder im Wintersemester 2021/22 abgelegt und nicht bestanden werden, wird ein zusätzlicher Wiederholungsversuch gewährt. Davon ausgenommen sind Abschlussarbeiten gemäß § 26 Abs. 3 Nr. 2 HochSchG und Prüfungsleistungen in staatlichen Studiengängen mit dem angestrebten Abschluss "Staatsexamen" und dem Fach Jura, Medizin, Pharmazie oder Zahnmedizin

Auch für Erfolgskontrollen im Studiengang Humanmedizin (gemäß § 18 der Studienordnung vom 18. Juli 2011 i.d.a.F.) sowie im Studiengang Zahnmedizin (gemäß § 15 vom 7. September 2010 / bzw. § 18 der Studienordnung vom 10. September 2021), die im Sommersemester 2020, Wintersemester 2020/21, Sommersemester 2021 oder im Wintersemester 2021/22 abgelegt und nicht bestanden wurden, wird ein zusätzlicher Wiederholungsversuch gewährt.

Ebenso wird für Leistungskontrollen im Studiengang Pharmazie, die im Sommersemester 2020, Wintersemester 2020/21, Sommersemester 2021 oder im Wintersemester 2021/22 abgelegt und nicht bestanden wurden, ein zusätzlicher Wiederholungsversuch gewährt. Wird eine Leistungskontrolle in einem Semester mehrfach abgelegt und nicht bestanden, wird nur ein zusätzlicher Wiederholungsversuch je Semester gewährt. Vom zusätzlichen Wiederholungsversuch ausgenommen ist der praktische Teil der Leistungskontrollen gemäß § 12 Abs. 2 der Studienordnung für den Studiengang Pharmazie (Staatsexamen) an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz vom 21. September 2018.

Im Falle von Täuschung oder des Nicht-Bestehens wegen eines sonstigen ordnungswidrigen Verhaltens wird jeweils kein zusätzlicher Wiederholungsversuch gewährt. Ein zusätzlicher Wiederholungsversuch wird nur für abgelegte Prüfungen gewährt. Eine nicht abgegebene Hausarbeit ist keine abgelegte Prüfung – ein zusätzlicher Wiederholungsversuch kann somit nicht geltend gemacht werden.

Für Prüfungen im Sommersemester 2022 wird kein zusätzlicher Wiederholungsversuch mehr eingeräumt.

// Seitenanfang

Veröffentlicht am | Veröffentlicht in Allgemein